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UN setzt auf Verkehrssicherheit
Die Vereinten Nationen (UN) haben die nächsten zehn Jahre zur Dekade der Verkehrssicherheit ausgerufen. Von 2011 bis 2020 soll es auf der ganzen Welt Kampagnen geben, um die Straßen sicherer zu machen. Das beschloss die Vollversammlung der 192 Mitgliedsstaaten am Dienstag in New York. Die Aktionen zielen vor allem auf die Entwicklungsländer, wo 90 Prozent der Verkehrstoten registriert würden. Die Weltorganisation hofft aber nicht nur auf Sicherheitsprogramme in der Dritten Welt, sondern auch auf Geldgeber in den westlichen Staaten. Sonderbotschafterin der Aktion soll die Schauspielerin Michelle Yeoh ("Tiger & Dragon", "Der Morgen stirbt nie") werden.
"Jedes Jahr sterben 1,3 Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen", sagte Etienne Krug von der Weltgesundheitsorganisation WHO. "Zudem werden 22 Millionen verletzt. Wir reden dabei von Menschen, die den Rest ihres Lebens im Rollstuhl verbringen müssen oder unter anderen bleibenden Verletzungen leiden." Schauspielerin Yeoh sagte: "Jeden Tag werden 2.000 Kinder im Schulalter auf den Straßen der Welt getötet oder schwer verletzt. Alle Prognosen gehen davon aus, dass sich diese Zahl in den nächsten Jahren verdoppelt." Jetzt müsse gegengesteuert werden.
Betroffen seien vor allem arme Länder, sagte Krug. "Das sind aber gerade die Länder, die am schnellsten wachsen. Das bedeutet: Mehr Straßen, mehr Autos, mehr und neue Fahrer. Das Problem würde also wachsen, wenn wir nichts tun." Prognosen würden aber deutlich machen, dass bis zum Jahr 2020 fünf Millionen Menschen das Leben gerettet werden könne. Die Zahl der Verletzten in den nächsten zehn Jahren könne um insgesamt 50 Millionen gesenkt werden.











